Noch fünf Tage bis zum 8. "Run for Help"
24.05.2010: (mg) - Eine knappe Woche vor dem ersten Startschuss des Leichtathletikmeetings „Run for Help“ zeichnen sich in vielen Disziplinen spannende Duelle ab. Das internationale Starterfeld verspricht für das Bremer Publikum Leistungen auf Topniveau.Zum 8. Mal richtet der SV Werder Bremen bereits das internationale Leichtathletikmeeting „Run for Help“ aus und kann dabei auf eine Gesamtspendensumme von über € 35.000 zurück sehen. Am 29. Mai werden wieder zahlreiche nationale und internationale Top-Athleten auf Spendenjagd gehen. Dabei kommt es in zahlreichen Disziplinen zu attraktiven Duellen.
Im Männersprint wird mit Stefan Schwab der zweitschnellste Deutsche Sprinter an den Start gehen. Er stellte im letzten Jahr eine neue persönliche Bestleistung von 10,19 s auf, bekommt es aber mit Vorjahressieger Ryan Shields (Jamaika) und Tim Abevie (GBR) zu tun, dessen Bestleistung ebenfalls bei hervorragenden 10,25 s steht.
Über die 100 m Hürden der Frauen könnte es zu einem direkten Duell der Deutsche Hallenmeisterin und Lokalmatadorin Carolin Nytra (Bremer LT) und der Deutschen Hallenvizemeisterin Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim) kommen. Beide haben ihren Start für den „Run for Help“ fest zugesagt, allerdings steht noch nicht fest, ob beide auch über die Hürdendistanz gegeneinander antreten werden. Sicher über die 100 m Hürden an den Start gehen wird Femke van der Meij (Niederlande), die mit 13,22 s beiden kaum nachsteht.
Im Hürdensprint der Männer über die 110 m wird Helge Schwarzer (Hamburger SV) versuchen, seine persönliche Bestleistung von 13,39 s weiter zu verbessern und seinen Vorjahressieg zu wiederholen. „Ein absolutes Highlight sind in diesem Jahr neben den traditionell gut besetzten Sprintdistanzen die Sprungdisziplinen“, erklärt Philipp Mehrtens, Meetingdirektor des „Run for Help“. „Im Weitsprung werden wir mit Peter Rapp, Christoph Stolz und Christian Kaczmarek mindestens drei Springer am Start haben, die bereits über 8,09 m gesprungen sind“, so Mehrtens weiter. Im Hochsprung werden mit Kabelo Kgosiemang (Botswana, PB: 2,34 m), Eike Onnen (Köln, PB: 2,34 m), Karim Lotfy (Ägypten, PB: 2,25 m) und Tim Riedel (LG Euregio, PB: 2,28 m) gleich vier Teilnehmer mit Bestleistungen von mindestens 2,25 m darauf, den aktuellen Meetingrekord von 2,20 m zu brechen.
Neben den sportlichen Höhepunkten gilt es wiederum getreu dem Motto des Leichtathletikmeetings „Run for Help“, eine möglichst hohe Spendensumme für karitative Zwecke zusammen zu bekommen. Dabei werden gute Leistungen der Athleten mit Spendengeldern honoriert. Je schneller, höher oder weiter die Athleten des „Run for Help“ laufen, springen oder werfen, umso höher ist die Spendensumme. Auf diese Art und Weise konnten bisher mehr als € 35.000 an karitative Zwecke gespendet werden.
In diesem Jahr gehen sämtliche Einnahmen der Veranstaltung an „ShelterBox“. Gegründet wurde „ShelterBox“ im Jahr 2000. Seitdem hilft ShelterBox immer dort, wo Menschen über akute Ersthilfe hinaus längerfristig humanitär versorgt werden müssen, bis die ursprüngliche Infrastruktur wieder hergestellt ist.
Mit den grünen „Shelterboxen“ (Überlebenskisten) ist es gelungen, das Notwendigste zum Überleben in einer praktischen Kiste zusammenzupacken, so dass die Opfer schnell und effektiv mit dem Allernötigsten versorgt werden können. Jede Überlebenskiste enthält mehr als 150 Einzelteile und kann damit zehn Personen für etwa sechs Monate versorgen. Auf diese unkonventionelle Art und Weise konnte z.B. zahlreiche Familien in Haiti geholfen werden.
„Die Leistungen der Athleten und somit auch die Höhe der Spendensumme ist stark abhängig von der Stimmung, die das Publikum entfacht“, so Philipp Mehrtens. „Insofern hoffen wir natürlich, dass möglichst viele Bremer am 29. Mai den Weg ins Stadion Platz 11 finden. Der Eintritt ist dabei kostenlos“.
