Deutsche Juniorenmeisterschaften

03.07.2023: (OK) - Mit drei Einzelstartern sowie einer weiblichen 4x100 Meter Staffel machten sich Werders Leichtathleten am vergangenen Wochenende auf den Weg nach Göttingen, wo in diesem Jahr die Deutschen U23 Meisterschaften ausgetragen wurden. Vor Ort präsentierten sie sich in sehr guter Verfassung und erzielten Ergebnisse auf die sie stolz sein konnten.

Für die beste Platzierung des Wochenendes sorgte Hürdensprinter Lasse Pixberg. Mit einer Zeit von 14,86 sec im Vorlauf qualifizierte sich der Werderaner aus der Trainingsgruppe von Felix Wedekämper als Achter für das Finale der besten acht 110m Hürden Sprinter Deutschlands. Dort setzte Lasse noch einen drauf und verbesserte seine Vorlaufzeit auf 14,79 sec. Damit ließ er zwei weitere Aktive hinter sich und belegte in der Endabrechnung einen sehr erfreulichen sechsten Rang. „Lasse hat sich super präsentiert und kann auf seine Platzierung absolut stolz sein. Mit dem Ergebnis hat er sich selbst belohnt“, so sein Trainer Felix.

Das Ziel in die Zwischenläufe und bestenfalls sogar ins Finale einzuziehen hatte sich eigentlich auch 100 Meter Sprinter Noah Olabisi gesetzt. Dafür wäre im Vorlauf eine Zeit von 10,74 sec notwendig gewesen, ein Ergebnis, das Noah in dieser Saison bereits durchaus gelungen ist. „Da im Sprint aber viel von Kleinigkeiten abhängt, ein guter Start wichtig ist und viele Faktoren zusammenpassen müssen, ist es jedes Mal wieder aufs Neue eine große Herausforderung in den Rennen sein absolutes Leistungsniveau auch auf die Bahn zu bringen“, so Sprinttrainer Andrei Fabrizius, der von außen mit ansehen musste, wie Noah in 10,78 sec hauchdünn daran vorbeilief eine Runde weiterzukommen. Dennoch hob Fabrizius das Positive hervor: „Noah hat sich in den meisten Wettkämpfen in diesem Jahr von Runde zu Runde gesteigert. Leider hat er heute die Gelegenheit nicht mehr bekommen, aber dennoch war es sein schnellster Vorlauf in diesem Jahr.“

Ebenfalls Endstation im Vorlauf war für Borna Bujdo auf der 400m Hürden Distanz. Da es für ihn, anders als bei Noah, aber bereits ein riesiger Erfolg war sich auf der Einzeldistanz für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren, ging er mit einer völlig anderen Erwartungshaltung an den Start. Es galt in erster Linie seine persönliche Bestleistung anzugreifen. Und genau das sollte ihm im Rennen mit den besten Deutschen U23 Athleten gelingen. In 54,98 sec blieb der Werderaner erstmals unter der 55-Sekunden Marke und war dementsprechend absolut zufrieden mit seiner neuen Bestleistung, womit er im Starterfeld souverän in die Top-15 lief, ein toller Erfolg für Borna.

Viel vorgenommen hatte sich auch das 4x100m Staffelquartett der weiblichen U23. In der Besetzung Emma Strauß, Tatjana Gerbrandt, Theresa Stein und Sandy Sakyi gab das grün-weiße Quartett alles, am Ende stand jedoch „nur“ eine Zeit von 48,71 sec in der Ergebnisliste, gleichbedeutend mit Rang 12 in Deutschland. „Die Mädels waren alle fit und top motiviert. Leider hat aber der zweite Wechsel nicht wie erhofft geklappt, so dass sie dort etwas Zeit liegengelassen haben. Ansonsten wäre vom läuferischen Potenzial auf jeden Fall eine Top-8 Platzierung drin gewesen“, so Trainer Andrei Fabrizius nach dem Rennen, der aber gleich noch nachschob, dass „es insgesamt aber trotz einiger nicht so zufriedener Gesichter gute Deutsche Meisterschaften für unsere Athletinnen und Athleten waren. Mit jedem Auftritt gegen die besten deutschen Konkurrentinnen und Konkurrenten lernen unsere Sportler etwas dazu und das hilft für die Zukunft auf jeden Fall.“

Am kommenden Wochenende stehen in Kassel bereits die nächsten Deutschen Meisterschaften, dieses Mal für die Erwachsenen, auf dem Wettkampfkalender.