Hallenweltmeisterschaften der Masters in Torun
10.04.2023: (Jan-Boyke Seemann) - Vom 26.3. bis 1.4. fanden im polnischen Torun die Hallenweltmeisterschaften der Masters statt. Insgesamt trafen sich über 4000 AthletInnen aus 88 Ländern, um zum wiederholten Male in der hervorragenden Arena ihre MeisterInnen zu küren. In dem 422 Personen starken deutschen Team, waren immerhin auch drei BremerInnen vertreten.Zuerst startete Gabriele Rost-Brasholz von der LG Bremen-Nord, um in ihrer Altersklasse W75 über die 3000 Meter nach Edelmetall zu greifen. In 16:36,60 Minuten gelang ihr das auch eindrucksvoll, was schlussendlich zu Bronze führte! Ihr nächstes Ziel, eine Zeit unter vier Minuten über die 800 Meter, wurde ebenfalls erreicht und wurde erneut mit Bronze belohnt. Grandiose Rennen und eine Topform zum Höhepunkt, so muss es sein.
Ebenso wie im Sechs-Kilometer-Crosslauf in 39:31 Minuten, wo es für Gabriele Rost-Brasholz wieder Bronze gab. Mit der Cross-Mannschaft holte sie an der Seite vonMaria Brigitte Nittel vom SV Kirchzarten und Elisabeth Springer vom TV 1867 Bad Sobernheim Gold für Deutschland. Über die 400 Meter gewann Gaby Rost-Brasholz in 1:46,52 Minuten ihren Halbfinallauf und qualifizierte sich so fürs Finale. Im 400-Meter-Finale musste sie sich in 1:47,67 Minuten nur Eva Widelund um neun Sekunden geschlagen geben. Im Zehn-Kilometer-Straßenlauf bejubelte Rost-Brasholz in 1:01,22 Stunden ebenso den dritten Rang. Im Halbmarathon fuhr die Delmenhorsterin in2:22,04 Stunden sogar Silber ein. Sie bildete auch wieder mit Maria Brigitte Nittel sowie mit Elisabeth Springer eine Mannschaft, in der es wieder Gold für Deutschland gab. „Besonders wertvoll finde ich die Silbermedaille über die 400 Meter, da das ja eher nicht meine Strecke ist und ich mich auch noch über das Halbfinale qualifizieren musste. So hatte ich mit dieser Medaille nicht gerechnet“,sagte Gabriele Rost-Brasholz.
Ebenfalls in Topform präsentierte sich Routinier Marc Gogol, LG Bremen-Nord, im Hochsprung der M50. Mit Saisonbestleistung von 1,65 Metern und einem extrem knappen Versuch über die 1,70 Meter (es wurde immer in 5cm-Schritten gesteigert), erreichte er den 9. Platz im extrem stark besetzten Wettkampf. Bis zur Siegeshöhe von 1,80 Meter waren noch insgesamt vier Athleten im Wettkampf vertreten!
Der „Youngster“ im Team und Neu-Wieder-Bremer Jan-Boyke Seemann vom SV Werder, M45, startete in die Meisterschaften mit dem Kugelstoßen. Als Fünftplatzierter konnte er seinen bisher größten internationalen Erfolg verbuchen. Mit 12,13 Metern verbesserte er seine Saisonbestleistung leicht. Danach versuchte er sich erstmalig im Gewichtwurf (15,88 kg) und beendete leider mit einer Verletzung beim Diskuswerfen und dem 8. Platz die WM. Beide Leistungen finden trotzdem Eingang in die Listen als neue Bremer Rekorde der M45.
Zusätzlich zu ihren sportlichen Aktivitäten waren Marc Gogol und Jan-Boyke Seemann, ergänzt durch Urte Zinke (LG Bremen-Nord), auch noch als BetreuerInnen für den DLV aktiv. Coaching, klassische Betreuung, Regelfragen- und Sorgen, alles wurde von diesen Dreien mit erledigt. Ein schönes Zeichen, dass die Bremer Masters Leichtathletik „lebt“ und vielleicht in der Zukunft auch noch wieder weiter wachsen kann.
