Maxi Knief, hier bei der LM in Obervieland - Foto: Jörg Großmann
Tag 1 der Jugend-DM - Maxi Knief Vierter
08.08.2014: (mg) - Zunächst griffen Maximilian Knief und Philip Kass (beide SV Werder) im Stabhochsprung der U18 mittags um zwölf in das Geschehen im Wattenscheider Lohrheidestadion ein. Während Philip Kass bei seiner Anfangshöhe von 4,40 Metern dreimal scheiterte, überquerte Maximilian Knief seine ersten Höhen zunächst souverän, bei 4,60 Metern hatte Knief allerdings zunehmend Probleme mit der Anlaufgestaltung und benötigte drei Versuche. Danach war leider Endstation. Im Gesamtklassement bedeutete das den vierten Rang - für Bronze wäre ein Sprung über 4,60 Meter im ersten Versuch nötig gewesen. „Zunächst war Maximilian natürlich ziemlich enttäuscht, da er aufgrund seiner Ergebnisse in der laufenden Saison schon mit einer Medaille spekuliert hatte“ fasst Trainer Leszek Kass zusammen, „allerdings muss man festhalten, dass dieser vierte Platz ein Riesenerfolg ist, die beste Platzierung für Maxi bei einer nationalen Meisterschaft und eine Bestätigung für eine tolle Saison.“Philip Kass hatte etwas Pech. Bei keinem seiner drei Versuche über die 4,40 Meter passten das Timing beziehungsweise der Abstand zur Latte. Nach dem Wettkampf wich die Enttäuschung allerdings schnell, denn die Bundestrainerin Christine Adams lud sowohl ihn als auch Maximilian Knief zu einem Kaderlehrgang der Nationalmannschaft im Oktober 2014 ein.
Im Sprint der weiblichen Jugend U20 über die 100 Meter lief Rahel Rüdel (SV Werder) im Zwischenlauf auf Bahn eins nah an ihre Bestzeit von 12,09 Sekunden heran. 12,16 Sekunden bedeuteten am Ende den Gesamtrang elf (Vorlauf: 12,23 Sekunden).
Jay Barry vom Bremer LT/BTS Neustadt lief nach vierwöchiger Krankheitspause im Vorlauf 12,90 Sekunden, was nicht zum Weiterkommen reichte.
Platz acht im Finale der U20 belegte Fabian Netzlaff (SV Werder) über 100 Meter in 10,86 Sekunden. Deutscher Jugendmeister wurde Sebastian Schürmann (SC Preußen Münster) in 10,65 Sekunden auf regennasser Bahn. Was eventuell für Fabian Netzlaff möglich gewesen wäre, zeigen seine Vor- und Zwischenlaufzeiten, allerdings noch bei besseren Witterungsbedingungen: Persönliche Bestzeit von 10,67 Sekunden als Vorlaufsieger mit der drittbesten Zeit aller Starter und 10,68 Sekunden im Zwischenlauf, womit der Bremer als Viertbester ins Finale einzog.
Trainer Andrei Fabrizius war mit dem Auftritt Netzlaffs äußerst zufrieden „Vor einer Woche war noch unklar ob Fabian überhaupt starten kann, deshalb sind wir beide sehr glücklich mit den tollen Zeiten im Vor- und Zwischenlauf. Das Finale war unser Ziel und genau das hat Fabian erreicht. Dass ihm dort etwas die Kraft ausging war angesichts der letzten Wochen durchaus verständlich. Dennoch ist auch 10,86 Sekunden eine Top-Zeit und der achte Platz ein sehr erfreuliches Ergebnis.“
Einen neuen Bremer Landesrekord (bisher 49,16 Sekunden) stellte die 4x100-Meter-U18-Staffel des SV Werder mit Sarah Narloch, Katharina Rocke, Finja Damaschke und Klara Welcker auf. In 48,75 Sekunden gewannen sie ihren Vorlauf und standen mit der insgesamt viertschnellsten Zeit aller Staffeln am Abend im A-Finale. Dort klappte allerdings der erste Wechsel nicht, und das Quartett schied aus. „Die Mädchen haben toll gewechselt und wollten nach ihrem Vorlauf im Finale noch mehr riskieren“, so ihr Trainer Andrei Fabrizius. „Leider hat das nicht wie erhofft geklappt, so dass der Staffelstab beim ersten Wechsel verloren ging. Das schmälert aber ihre tolle Leistung nicht, auf die das Quartett richtig stolz sein kann.“
