Kerstin Geisweller kam in Sindelfingen aufs Treppchen

DM Jugend Halle in Sindelfingen

17.02.2014: (mg) - Drei Platzierungen unter den ersten Acht und zwei persönliche Bestleistungen verbuchten die Leichtathleten des SV Werder bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Für die Starterinnen des Bremer Leichtathletik Teams verlief der Winter-Höhepunkt eher enttäuschend.

  Allen voran konnte sich Kerstin Geisweller vom SV Werder als Gewinnerin fühlen. Die Hochspringerin aus der Trainingsgruppe von Ahmad Hosseini feierte im Glaspalast ihr Debüt auf nationaler Ebene und kam mit übersprungenen 1,74 Metern bis auf einen Zentimeter an ihre bisherige Hallenbestleistung von 1,75 Meter heran. Damit gelang ihr in der U20, in der fast ausschließlich ältere Athletinnen am Start waren, ein hervorragender fünfter Rang.

  Als ebenso erfreulich ist das DM-Debüt von Stabhochspringer Maximilian Knief (SVW) zu beurteilen. Der U18-Nachwuchsathlet bestätigte in der älteren Altersklasse U20 seine künftigen Ambitionen im Stabhochsprungbereich und erreichte in der Endabrechnung mit übersprungenen 4,70 Metern, ein Zentimeter unter seiner Hallenbestmarke, Platz acht.

  Schon mit Meisterschaftserfahrung im Gepäck ging Fabian Netzlaff in Baden-Württemberg an den Start im 60-Meter-Sprint der U20. Nach gutem Auftakt im Vorlauf mit 6,98 Sekunden steigerte sich Fabian Netzlaff im Halbfinale auf eine neue Bestzeit von 6,93 Sekunden. Im Finale musste er leider einem kleinen Fehler am Start „hinterherlaufen“, so dass am Ende 7,01 Sekunden und Rang acht zu Buche standen. „Es ist schade, dass Fabian ausgerechnet im Endlauf ein Fehler in der Beschleunigungsphase unterlaufen ist“, so Trainer Andrei Fabrizius nach dem Rennen, „aber dennoch kann er mit sich zufrieden sein, denn er hat nach vielen muskulären Problemen zu seinem Rhythmus zurückgefunden und dies mit seiner Bestzeit im Halbfinale untermauert. Nun werden wir uns gezielt auf die 100 Meter im Sommer vorbereiten.“

  Für Fabian Netzlaffs Trainingskollegin Rahel Rüdel, die sich erstmals in einer Einzeldisziplin für Deutsche Meisterschaften qualifiziert hatte, endeten die Meisterschaften ebenfalls sehr erfreulich. Im 200-Meter-Rennen der U20 gelang ihr in ihrem Zeitvorlauf ein zweiter Platz mit neuer Bestleistung von 25,34 Sekunden. In der Gesamtergebnisliste reihte sich Rahel Rüdel damit auf Rang 15 ein. Etwas Pech mit den Wetterbedingungen hatte Speerwerfer Jan Walter bei den im Freien durchgeführten Winterwurfmeisterschaften. Er rutsche beim Aufwärmen auf dem regennassen Tartan weg und verletzte sich leicht am Bein. Dennoch ging der Werder-Athlet an den Start und absolvierte zwei Versuche. Der weiteste Wurf landete bei 49,70 Metern, gleichbedeutend mit Platz zwölf.

  Für das 4x200-Meter-U20-Quartett des BLT hat sich der Final-Traum in Sindelfingen nicht erfüllt. Nach Vorlaufsieg und Bestzeit wurden Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Patricia Wulf, Anneke Köpp und Laura Mattern (alle BLT/TuS Komet Arsten) wegen Bahnverlassens disqualifiziert. „Nachdem wir ein Jahr hinterher und ein Jahr mitgelaufen sind, hatten wir es dieses Jahr in der Hand, das Finale zu erreichen. Das zeigt, dass die Mädels auf einem guten Weg sind“, war Trainer Jens Ellrott trotzdem stolz auf die Vorstellung seiner Schützlinge. Die zweite Staffel mit Lisa Koßmann, Fenja Dally, Lea Emde (alle BLT/TuS Komet Arsten) und Thalea Althaber (BLT/BTS Neustadt) wurde in 1:49,30 Minuten 38.

  Über 200 Meter bekam Jay Barry die ungünstige Bahn eins zugelost und konnte trotz couragierten Laufs nach für sie unbefriedigenden 25,55 Sekunden nicht in den Kampf um einen der acht Finalplätze eingreifen. Auch über 60 Meter stand der nationale Saisonhöhepunkt für die 18-Jährige unter keinem guten Stern. Nach einem Beinahe-Fehlstart kam die in Gambia geborene Sprinterin spät aus den Blöcken, ihre Aufholjagd blieb unbelohnt. Da insgesamt vier Starterinnen mit 7,95 Sekunden auf die Hundertstelsekunde zeitgleich waren, mussten die Tausendstelsekunden über das Weiterkommen entscheiden, und hier fehlten Jay Barry letztlich 3/1000-Sekunden zum Erreichen des Zwischenlaufs.