DM Jugend: Netzlaff holt Silber - Krevert über 6 Meter

21.07.2012: (mg) - Fabian Netzlaff und Linda Krevert vom SV Werder haben bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach ihre Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Fabian Netzlaff holte über 100 Meter der U18 die Silbermedaille in persönlicher Bestzeit und Bremer Landesrekord-Zeit von 10,72 Sekunden, und Linda Krevert flog im Weitsprung der U20 erstmals über die Sechs-Meter-Marke und wurde mit 6,06 Metern Vierte.
 
Fabian Netzlaff, der am Vorabend noch mit 6,85 Metern im Weitsprung etwas unglücklich Sechster geworden war, marschierte quasi ins Finale. 10,82 Sekunden im Vorlauf bedeuteten schon eine Verbesserung seiner bisherigen Bestzeit von 10,85 Sekunden von Ende Juni (LM Celle). Auch seinen Zwischenlauf gewann der Bremer in 10,87 Sekunden. Im Finale am frühen Abend war dann lediglich Simon Schütz vom SV Hohenstein aus Hessen in 10,68 Sekunden schneller. „Beim Weitsprung ging es mir nicht so gut, heute war ich total fit“, sagte Fabian Netzlaff auf der Rückfahrt vom Grenzlandstadion. „Die Zeit im Vorlauf war für mich schon überraschend, danach bin ich sehr locker in die Läufe gegangen.“

Seine Vereinskameradin Linda Krevert konzentrierte sich ganz auf den Weitsprung und verzichtete auf Starts über 100 und 200 Meter, für die sie ebenfalls qualifiziert war. Im vierten Versuch war es nach vielen Anläufen bei vergangenen Wettkämpfen endlich soweit. 6,06 Meter standen auf der Anzeigetafel bei 0,3 Metern pro Sekunde Rückenwind – der erste reguläre Sechs-Meter-Sprung in Linda Kreverts noch junger Karriere. Die Medaillen – 6,24 Meter wären für Rang drei nötig gewesen – waren zwar weit weg, dennoch war die Bremerin natürlich hochzufrieden. „Ich hatte Vertrauen, dass es heute klappen wird“, ahnte Linda Kevert auch nach drei nicht so guten Auftaktsprüngen Gutes. "Ich war zuerst noch vor dem Balken, noch nicht so schnell und spritzig. Dann bin ich aber vorgegangen. Bestleistung und vierter Platz bei den Deutschen - Ziel erreicht und alles gut."


Morgen wollen wir in den Staffeln nochmal angreifen", sagte SVW-Trainer Andrei Fabrizius abschließend und hofft, den Schwung des Sonnabends mitnehmen zu können. Sein Schützling Rahel Rüdel lief über 100 Meter der U18 übrigens in den Zwischenlauf (VL: 12,36 sek., ZL: 12,40 sek.) und damit auf den insgesamt 13. Rang.