Bremer Leichtathletik-Team beim Länderkampf Ein ereignisreiches Wochenende in Berlin
22.09.2026: (OK) - Am 19. September 2026 war es endlich wieder so weit: Nach langer Abstinenz nahm der Bremer Leichtathletik-Verband (BLV) wieder am Vergleichswettkampf der norddeutschen Landesverbände sowie der Verbände Nordrhein und Westfalen teil. Austragungsort war Berlin – und mit dabei war ein kleines, aber feines Bremer Team, zu dem auch vier Athletinnen und Athleten des SV Werder Bremen gehörten.Für den SV Werder gingen Lennart Röpke, Jesse Olabisi, Maia Laddicke und Marlene Altenburg an den Start. Ergänzt wurde das Team durch Athleten des BTS Neustadt und der SG Marßel. Betreut wurde die Mannschaft von Lars Czekalla als leitendem Landestrainer, Lars Keffel als Landestrainer für den Hürdenbereich sowie der engagierten Athletin Frederike Piper.
Das Bremer Aufgebot bestand aus jeweils vier weiblichen und vier männlichen Athleten. Damit war das Team zahlenmäßig deutlich kleiner als die Mannschaften der anderen Landesverbände, die jeweils mit ungefähr fünfmal so vielen Athletinnen und Athleten antraten. Entsprechend stand für die Bremerinnen und Bremer nicht der direkte Kampf um die Teamwertung im Vordergrund.
Viel wichtiger war es, noch einmal starke Einzelleistungen zu zeigen, Wettkampferfahrung zu sammeln und gemeinsam einen besonderen Saisonabschluss zu erleben. Neben dem sportlichen Vergleich bot das Wochenende außerdem die Gelegenheit, als Verbandsteam zusammenzuwachsen und Berlin mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm kennenzulernen.
Und genau das gelang: Die Bremer Mannschaft trat geschlossen auf, unterstützte sich gegenseitig und sorgte mit viel guter Laune dafür, dass der Wettkampftag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis wurde.
Besonders erfreulich war der Auftritt von Jesse Olabisi. Über 100 Meter konnte er seine bisherige Bestleistung deutlich verbessern. Seine vorherige Bestzeit von 12,32 Sekunden pulverisierte Jesse und lief bei Gegenwind von 1,5 Metern pro Sekunde starke 12,05 Sekunden.
Damit zeigte er nicht nur, dass er sich im Saisonverlauf weiterentwickelt hat, sondern setzte auch einen gelungenen Schlusspunkt unter seine Wettkampfsaison. Mit seiner neuen Bestzeit blickt Jesse nun voller Vorfreude auf den Aufbau für die Hallensaison. Die Motivation für die kommenden Trainingswochen ist jedenfalls groß.
Auch in der 4x100-Meter-Staffel war Jesse im Einsatz. Gemeinsam mit Lennart Röpke sowie Bo Kubillus vom BTS Neustadt und Theo Kolbe von der SG Marßel zeigte das Bremer Quartett einen guten Wechsel und eine überzeugende Staffel-Leistung. Von insgesamt zehn Staffeln belegte das Team einen starken fünften Platz.
Auch Lennart Röpke konnte in Berlin noch einmal tolle Leistungen zeigen. Nach einer Saisonpause, Urlaub und dem anschließenden Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb war sein sehr guter Auftritt keineswegs selbstverständlich. Umso erfreulicher war es, dass Lennart noch einmal so gute Zeiten erzielte.
Wie Jesse startete er in der 4x100-Meter-Staffel und über 100 Meter. Außerdem trat er zum Abschluss noch über 80 Meter Hürden an – eine Reihenfolge, die aus sportlicher Sicht sicher nicht optimal war, organisatorisch aufgrund der abschließenden 4x200-Meter-Staffel jedoch nicht anders möglich war.
Über 100 Meter lief Lennart bei starkem Gegenwind 11,59 Sekunden und blieb damit nah an seiner persönlichen Bestleistung. Besonders stark präsentierte er sich anschließend in seiner Paradedisziplin, dem 80-Meter-Hürdenlauf. Mit einer Zeit von 10,82 Sekunden belegte Lennart einen hervorragenden zweiten Platz.
Damit erzielte er die beste Einzelleistung des gesamten Bremer Teams. Nach der längeren Wettkampfpause war diese Leistung ein besonders schöner Erfolg und zeigt, dass Lennart auch zum Saisonende noch über eine sehr gute Form verfügte.
Maia Laddicke war ebenfalls vielseitig im Einsatz. Sie startete in der 4x100-Meter-Staffel, im Weitsprung und über 100 Meter. Dabei sammelte sie wertvolle Wettkampferfahrungen und trug ebenso wie alle anderen Teammitglieder zu einem gelungenen Auftritt der Bremer Mannschaft bei.
Für Marlene Altenburg stand in Berlin eine besondere Premiere auf dem Programm: Sie wagte sich erstmals an die 300 Meter. Obwohl sie diese Strecke im Training bisher nicht vorbereitet hatte, zeigte Marlene einen guten Lauf und stellte sich der Herausforderung mit viel Mut und Einsatzbereitschaft.
Gerade solche Erfahrungen machen einen Wettkampf wie den Länderkampf besonders wertvoll. Es geht nicht immer nur um Zeiten und Platzierungen, sondern auch darum, neue Disziplinen auszuprobieren, persönliche Grenzen zu testen und sich als Athletin oder Athlet weiterzuentwickeln.
Nach dem Wettkampf war das Wochenende noch lange nicht vorbei. Am Samstagabend machte sich das Team gemeinsam auf den Weg in die Berliner Innenstadt. Auf dem Programm standen das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal. Dabei blieb Zeit, die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen und den Abend in gemeinsamer Runde ausklingen zu lassen.
Am Sonntag erkundete die Gruppe weitere bekannte Orte der Hauptstadt. Es ging zum Alexanderplatz, zum Berliner Fernsehturm und zum Reichstagsgebäude. Ein besonderes Highlight war der Besuch im DeJa Vu Museum. Dort erhielten die Athletinnen, Athleten und Betreuer spannende Einblicke in die Welt der optischen Täuschungen. Die interaktiven Exponate sorgten für viel Begeisterung und jede Menge Gesprächsstoff.
So wurde aus dem Wettkampfwochenende eine abwechslungsreiche Mischung aus Sport, Kultur und Gemeinschaft. Neben den persönlichen Leistungen auf der Laufbahn waren es vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben werden.
Mit vielen positiven Eindrücken und starken Einzelleistungen machte sich das Team anschließend zurück auf den Weg nach Bremen. Der Länderkampf in Berlin war für die Athletinnen und Athleten ein toller Abschluss der Saison – und zugleich eine wichtige Erfahrung für die weitere sportliche Entwicklung.
Besonders deutlich wurde an diesem Wochenende, wie bereichernd die Zusammenarbeit der Bremer Vereine untereinander ist. Athletinnen und Athleten vom SV Werder Bremen, BTS Neustadt und der SG Marßel bildeten gemeinsam ein Team, unterstützten sich gegenseitig und traten als geschlossene Mannschaft auf.
Der Blick über die eigenen Vereinsgrenzen hinweg eröffnet neue Möglichkeiten, schafft Gemeinschaft und stärkt die Bremer Leichtathletik insgesamt. Dass dabei nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch viel Spaß und gemeinsame Erlebnisse im Mittelpunkt standen, machte die Reise nach Berlin für alle Beteiligten zu etwas Besonderem.
Ein großes Dankeschön gilt den Athletinnen und Athleten für ihren Einsatz, den Betreuerinnen und Betreuern für ihre Unterstützung und dem Bremer Leichtathletik-Verband für die Organisation dieser besonderen Reise. Für das Team war es ein rundum gelungenes Wochenende – mit starken Leistungen, neuen Erfahrungen und vielen schönen Erinnerungen.
