Carsten Hülls
Carsten Hülss vom ATS Buntentor Bremen wird Doppelweltmeister im Berglauf (26.06.26-28.06.26)
30.06.2026: () - Bei hochsommerlichen Temperaturen von weit über 30 Grad verwandelte sich das tschechische Janske Lazne vom 26. bis 28. Juni 2026 in das Zentrum der internationalen Berglaufszene.Die Masters-Weltmeisterschaften lockten Athletinnen und Athleten aus aller Welt in das Riesengebirge – von Europa über Nord- und Südamerika bis nach Australien. Besonders stark vertreten: Deutschland mit mehr als 100 Teilnehmern, darunter auch Carsten Hülss vom ATS Buntentor Bremen in der Altersklasse M50.
An drei Tagen standen drei anspruchsvolle Wettbewerbe auf dem Programm – ein reiner Bergauf-Lauf, eine Langdistanz sowie ein kombiniertes Up-and-Downhill-Rennen.
Gold und Bronze zum Auftakt am ersten Tag
Gleich am ersten Tag sorgte das deutsche M50 Team um Carsten Hülss für ein Ausrufezeichen. Der 7,79 Kilometer lange Berglauf mit 851 Höhenmetern hinauf zum ?erná Hora verlangte den Läufern alles ab. Temperaturen deutlich über 30° C, Skipisten ohne Schatten und Steigungen bis an die 50%. Carsten Hülss, der amtierende Deutsche M50 Meister im Berglauf, zeigte ein klug eingeteiltes Rennen, bei dem er sich im Verlauf des Wettkampfs immer mehr steigern konnte. Mit 48:56 Minuten belegte er nicht nur Rang 25 in der Gesamtwertung über alle Altersklasse, sondern sicherte sich zugleich Bronze in der Altersklasse M50.
Gemeinsam mit Marko Martin (TV Maikammer, 51:01 Minuten, Platz 8) und Eckhard Staiger (PTSV Rosenheim, 52:33 Minuten, Rang 10) krönte sich das deutsche Trio überraschend zum Mannschaftsweltmeister in der M50 vor Österreich und Tschechien.
Knappe Entscheidungen und erneut Mannschaftsgold auf der Langdistanz am zweiten Tag
Angestachelt vom Erfolg und von seinen Teamkollegen, trat Hülss auch am Samstag über die 22 Kilometer mit 1332 Höhenmetern an – eine für ihn neue Herausforderung. Bei erneut hohen Temperaturen jenseits von 30 Grad entwickelte sich ein zunächst gutes, aber sehr langes Rennen. Unproblematisch waren die Steigungen und kürzeren Bergablaufpassagen. Die letzten 7 Kilometer mussten aber die entsprechenden Skipisten wieder herabgelaufen werden. Ab hier fehlte dann doch die Kraft, die Füße sicher und schnell zu setzten. In 2:02:10 Stunden wurde er Achter. Dafür glänzte Teamkollege Martin auf dieser langen Distanz.
In 1:56:10 Stunden verpasste er die Bronzemedaille denkbar knapp um sechs Sekunden und belegte Rang vier. Zusammen mit Christian Helmert (TSV Zeulenroda, 2:05:57 Stunden) reichte es dennoch erneut für Mannschaftsgold – der zweite Weltmeistertitel für das deutsche M 50 Team hier vor Frankreich und Argentinien.
Starker Schlusspunkt mit Bronze am dritten Tag
Am Sonntag stand schließlich der 8,95 Kilometer lange Up-and-Downhill-Kurs auf dem Programm. Trotz schwerer Beine entschied sich Hülss zum Start – ein Entschluss, der sich lohnen sollte. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen kämpfte er sich über die Strecke, auf der sich erneut der Wechsel zwischen steilen Anstiegen und steilen anspruchsvollen Abwärtspassagen als entscheidend erwies. Auch hier verlor Carsten Hülss immer wieder Plätze auf den Downhill-Passagen.
Marko Martin erreichte in 47:07 Minuten Platz 8 der M50, Hülss folgte in 48:36 Minuten auf Rang 12. Eckhard Staiger komplettierte das Team als 16. (49:20 Minuten). Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte sich das deutsche Trio die Bronzemedaille – hinter Tschechien und Italien. Eine besondere Leistung für die Drei, da die meisten Athleten nicht alle drei Wettkampftage am Start waren.
Gelungene Titelkämpfe und Blick nach vorn
Nach drei intensiven Wettkampftagen endeten die hervorragend organisierten Meisterschaften mit einer stimmungsvollen Abschlussfeier. Der Blick geht bereits auf das kommende Jahr: 2027 werden die Masters-Berglaufweltmeisterschaften im schweizerischen Klosters ausgetragen.
Für das gesamte deutsche Team bleibt Janske Lazne vor allem als Ort großer Erfolge, beeindruckender Teamleistungen und vieler internationaler Begegnungen in Erinnerung.
