Neue Landesrekorde in Zeven

26.05.2026: (OK) - Bei sommerlich heißen Temperaturen wurde am Pfingstwochenende sowohl am Samstag als auch am Sonntag das traditionell stark besetzte Meeting in Zeven ausgetragen. Vom SV Werder waren zahlreiche Athletinnen und Athleten dabei, die mit Bestleistungen, Rekorden und Qualinormen überzeugen konnten.

Den Anfang des überaus erfolgreichen Wochenendes machten die Hürdenläuferinnen und -läufer. Bei besten äußerlichen Voraussetzungen zeigte allen voran Lennart Röpke überragenden Wettkampf. Er trat auf der 80m Hürdenstrecke der Altersklasse M15 an. Seine tolle Form, die sich bereits im Training andeutete, bestätigte der Schützling von Trainer Lars Keffel bereits im Vorlauf, wo er seine bisherige Bestleistung von 11,04 sec deutlich auf 10,79 sec steigern konnte. Mit dieser Zeit knackte er den 36 Jahre alten Bremer Landesrekord von 1990, damals aufgestellt vom Werderaner Benjamin Eisbrenner. Beflügelt von diesem Ergebnis setzte er im Finale dann nochmals einen drauf und lief in 10,70 sec gleich wieder Bremer Landesrekord. Außerdem verteidigte er den 3. Platz in der aktuellen Deutschen Bestenliste.

Bei Magadalena Linke lief in der U20 technisch noch nicht alles rund über 100m Hürden. Dennoch gelang ihr im Finale eine Zeit von 15,18 sec, womit sie DM Norm knackte. „Es ist schön, dass die Norm sicher ist. Nun haben wir Zeit die Sicherheit durch Training und Wettkämpfe zurückzubekommen“, so ihr Coach Lars Keffel. 

Ebenfalls auf der Hürdenstrecke, allerdings auf der kompletten Stadionrunde über 400 Meter, war Borna Bujdo dabei. Für den U23 Athleten war es der erste Wettkampf seit 2 Jahren und die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen nach einer halbjährigen Leistungssportpause. Mit 54,05 sec konnte er seinen schnellsten Saisoneinstieg und seine viertschnellste Zeit jemals feiern und unterbot damit deutlich die U23 DM Norm und die B-Norm für die Erwachsenen. „Ich freue mich sehr darüber, dass er seine Lust und seinen Ehrgeiz wieder gefunden hat und vollmotiviert in die nächsten Wettkämpfe geht“, so Lars Keffel nach dem Zieleinlauf seines Schützlings.

Ebenso erfolgreich verlief der Start von Sofia Muche über 100 Meter der weiblichen U20. Nach guten 12,10 sec im Vorlauf steigerte sich die Athletin aus der Gruppe von Andrei Fabrizius im Finale auf großartige 11,95 sec. Damit blieb sie erstmals unter der 12-Sekunden Grenze und verbesserte gleichzeitig den seit 2012 bestehenden Bremer Landesrekord, den bisher die ehemalige Werderanerin Linda Krevert inne hatte, um zwei hundertstel Sekunden. Mit dieser Zeit unterbot Sofia ebenso die DM-Qualinormen für die U20 sowie U23. 

Gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen Magdalena Linke, Ada Mafalda Scholten sowie Fina Frankenstein trat Sofia auch noch mit der 4x100m Staffel in Zeven an. In 48,63 sec dominierten sie das Rennen und gewannen souverän. Gleichzeitig lösten sie auch hier die DM-Tickets für die U20 und U23. „Bei den Wechseln, die heute bewusst sehr vorsichtig und auf Sicherheit waren, ist allerdings noch einiges drin, so dass sich die Mädels definitiv noch steigern können von der Zeit“, so ihr Coach Andrei Fabrizius im Ziel. 

Auf der 100 Meter Sprintdistanz der Männer war Noah Olabisi am Start und durfte sich mit der sehr starken Konkurrenz messen. Dies führte bereits im Vorlauf dazu, dass der Top-Sprinter in Grün-Weiß nach gerade einmal 10,62 sec durchs Ziel lief, gleichbedeutend mit der B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen. Sein Trainer war damit durchaus zufrieden: „Der Lauf insgesamt war schon sehr gut, wir werden die nächsten Wochen nutzen, um noch etwas mehr an der Startphase zu arbeiten, dann sieht das komplett rund aus“, so Andrei Fabrizius. 

Neben dem Kurzsprint startete Noah auch erstmals seit der U18 wieder über 200 Meter. Dort ging es dieses Mal mehr ums ausprobieren, was mit einer Zeit von 22,43 sec durchaus gut gelang. 

Aus der Sprung- und Mehrkampfgruppe waren in Zeven Carolin Evers, Malin Sulenski und Melanie Frankenberger am Start. Carolin (Frauen) überzeugte dabei ganz besonders im Speerwurf, wo sie mit 33,17 Meter eine neue persönliche Bestleistung aufstellen konnte. Malin (U20) gelang das im Kugelstoßen mit 10,26 Meter ebenso und Melanie (Frauen) steigerte sich im Weitsprung auf 5,51 Meter. Ganz besonders mit diesen persönlichen Bestleistungen waren die drei Athleten von Trainer Roman Fricke äußerst zufrieden und blicken dementsprechend optimistisch auf die nächsten anstehenden Wettkämpfe. Alexander Stauffenberg, der zeitgleich in Berlin bei einem Dreisprungwettkampf startete, steigerte seine bisherige Saisonbestleistung auf 13,41 Meter, auch das ein erfreuliches Ergebnis des erfolgreichen Wettkampfwochenendes.